• Brigitte Kowar

Feng Shui im Kinderzimmer

Wie wir unsere Kinder für ihr Leben unterstützen...

Heutzutage haben viele Kinder ein eigenes Zimmer. Besonders wenn sie schon größer sind und und auch ihren Rückzugsort brauchen.

Ich habe bei meinen Beratungen in 20 Jahren viele Kinderzimmer gesehen, doch entdecke ich immer wieder die selben Schwachstellen in den Räumen der Kinder.


Wenn Kinder in der Küche die Aufgabe machen, im Wohnzimmer spielen und ihr eigenes Zimmer nicht gerne benützen oder nicht gut schlafen, sollte man sich das anschauen.


Weniger optimal:

Oft werden eher kleine Räume für die Kinder verwendet.

Der Kasten kommt an den Platz, wo er eben "Platz" hat, meistens auf die längste Seite des Raumes. Oft ist es auch ein gebrauchter Kasten, der bis an die Decke reicht, damit man viel unterbringen kann. Fix hingestellt - "unverrückbar" - unflexibel.

Der Schreibtisch kommt vor das Fenster, damit die Kinder Licht haben beim Aufgabe machen.

Wo das Bett dann noch steht, ergibt sich irgendwie...

Meistens hat man dann, wenn man vor dem Schreibtisch sitzt, die Türe im Rücken. Setzt man sich bewusst zum Schreibtisch und fühlt sich ein, merkt man, dass man hier nicht gerne sitzt. Da meist auch wenig Platz zum Spielen bleibt, "wandern" die Kinder aus.


Optimal wäre es

schon beim Hausbau auf die größe der Räume zu achten und diese auch bereits gedanklich einzurichten. Fenster und Türe sollten sich nicht gegenüber befinden. In einem größeren Raum, wo mehr Platz ist und man herum hüpfen und tanzen kann, macht es Spaß auch mit Freunden zu spielen. Hier fühlt man sich freier und entwickelt sich besser.


Eine angenehme, pastellige, helle Raumfarbe harmonisiert den Raum. Ist das Kind sehr "aufgeweckt", könnte ein sehr zartes Blau bis Türkis oder Grün ihm guttun. Ist es eher ruhig, so könnte man es mit einem zarten Rosa, Orange oder vanilligem Gelb unterstützen. Keine zu dunklen Farben verwenden. Möchte man lieber in reinem Weiß bleiben, weil man die Wände besser ausbessern und nachmalen kann, sollte der Boden unbedingt in einer warmen Farbe gehalten sein, oder aus Holz.


Weitere Details zum Kinderzimmer ergeben sich aus dem jeweiligen Element des Bagua-Bereiches bzw. der Himmelsrichtung. Doch wenn der Raum groß genug ist, dass man darin tanzen kann ohne anzustoßen, reicht oft schon die richtige Möbelstellung für eine Optimierung aus. Es ist ja der Bereich des Kindes. Je älter die Kinder sind, umso weniger mischen wir uns ein. Lasse sie es zu, dass ihr Kind auch mal die Möbel umstellt und kreativ wird. Jugendliche können selber auf ihr Zimmer achten. Wenn ein Jugendlicher sein Zimmer selten aufräumt und man vor lauter Gewand und sonstige Dinge am Boden nicht mehr ins Zimmer kommt - es ist sein Zimmer. Da Kinder/Jugendliche der "Spiegel" der Eltern sind, zeigt er damit oft seiner "über-pefekten" Mutter, dass man nicht ganz so "perfekt" zu sein braucht. Wir lernen viel von unseren Kindern!


Wichtig ist das Bett. Es sollte an einem geschützten Ort stehen, an einer Wand, in einer Ecke oder einer Niesche. Wenn man beim Liegen die Türe im Blick hat fühlt man sich geschützt. Man kann nicht "überrascht" werden.


Der Schreibtisch sollte (bei einem Rechtshänder) links seitlich vom Fenster stehen, kurze Kante beim Fenster/das Kind sitzt so, das es auf seiner linken Seite vorne das Fenster hat. Das von links einfallende Licht unterstützt beim Arbeiten und die Kinder werden nicht von draußen durch den Verkehr oder Vogerl abgelenkt.

Wenn man beim Schreibtsich sitzt, sollte man die Eingangstüre des Raumes nie im Rücken haben. Bei obiger Stellweise haben wir die Tür rechts und das gesamte Zimmer im Blick und sind so "der König/die Königin" in unserem Reich! Das unterstützt das Selbstbewusstsein des Kindes und fördert auch den Lernerfolg!


Es kann statt einem Kasten auch zwei kleiner Kästen geben, die dann dort aufgestellt werden, wo noch Platz ist. Das unterstreicht die Flexibilität und lädt die Kinder auch mal zum Umstellen ein.

So macht Kind-sein Freude!


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